Empfehlung des Landesjagdverbandes Brandenburg: Schutz für deinen Jagdhund vor Wolfsangriffen

Kreisjagdverein SPN Cottbus eV - Schütze deinen Jagdhund vor Wolfangriffen

Die Sicherheit unserer geliebten Jagdhunde steht zurzeit im Mittelpunkt der Diskussionen. Diese treuen Begleiter sind nicht nur Familienmitglieder, sondern auch durch ihre jahrelange Ausbildung und die damit verbundenen Prüfungen wertvolle Partner bei der Jagd. In Brandenburg, wo mittlerweile über 1.000 Wölfe leben, wird die Situation jedoch zunehmend kritisch. Die Gefahr von Wolfsangriffen auf Jagdhunde ist real und alarmierend.

Aktuelle Entwicklungen

In den letzten Wochen gab es mehrere Vorfälle, die uns alle wachsam machen sollten. Ein Jagdhund wurde in Teltow-Fläming getötet, während ein weiterer Hund in Potsdam-Mittelmark angegriffen und verletzt wurde. Diese Ereignisse sind nicht isoliert, sondern Teil einer besorgniserregenden Tendenz. Bereits im vergangenen Jahr kam es in Brandenburg zu durchschnittlich fünf Nutztierrissen pro Tag, was auf die hohe Anzahl von Wölfen hinweist.

Angesichts dieser Entwicklungen sieht der Landesjagdverband Brandenburg die Notwendigkeit, klare Empfehlungen auszusprechen, um die Sicherheit unserer Jagdhunde zu gewährleisten. Es ist wichtig, dass wir als Hundehalter proaktiv handeln, um unsere Vierbeiner zu schützen.

Dringende Empfehlungen

Eine der wichtigsten Empfehlungen lautet, Jagdhunde beim Stöbern oder bei der Nachsuche nicht mehr anzuleinen. Dies mag zunächst widersprüchlich erscheinen, da viele von uns darauf trainiert sind, ihre Hunde stets im Blick zu behalten. Doch die Realität ist, dass angeleinte Hunde möglicherweise in eine gefährliche Situation geraten können, wenn sie auf einen Wolf treffen.

Zusätzlich wird empfohlen, spezielle Schutzwesten oder Wolfsschutzhalsungen für Jagdhunde zu verwenden. Diese Ausstattungen können dazu beitragen, die Hunde besser zu schützen. Ein permanentes Tragen eines Glöckchens und eines GPS-Halsbandes kann ebenfalls hilfreich sein, um den Hund schneller wiederzufinden, sollte er in Schwierigkeiten geraten.

Der beste Schutz für deinen Hund bleibt jedoch die Nähe zu dir als Hundeführer. Halte deine Hunde immer im Auge und achte auf ihre Umgebung. Dies reduziert das Risiko eines Übergriffs erheblich.

Was tun im Falle eines Angriffs?

Sollte dein Jagdhund dennoch von einem Wolf angegriffen werden, ist es wichtig, schnell zu handeln. Informiere umgehend den Landesjagdverband Brandenburg unter der Telefonnummer 033205-21090 oder per E-Mail an info@ljv-brandenburg.de. Zusätzlich solltest du die Zentrale Schadenshotline des Landesamtes für Umwelt unter +49172 5641700 kontaktieren.

Ein entscheidender Schritt zur Dokumentation des Vorfalls ist die Entnahme von DNA-Proben von der Bisswunde. Hierfür benötigst du zwei Tupferproben. Informationen zur richtigen Probennahme erhältst du beim Landesjagdverband. Es ist von großer Bedeutung, dass diese Proben korrekt entnommen und an ein unabhängiges Institut gesendet werden, um die Beteiligung eines Wolfes nachzuweisen.

Forderungen des Landesjagdverbandes

Der Landesjagdverband Brandenburg setzt sich für eine umfassende Reform des Umgangs mit Wölfen ein. Dazu gehört die Forderung nach der Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht sowie eine deutliche Reduzierung des aktuellen Bestandes. Eine festgelegte Obergrenze für Wölfe und eine dauerhafte Jagdzeit sollen dazu beitragen, ein aktives Management des Wolfsbestandes zu ermöglichen.

Fazit

Die Sicherheit deiner Jagdhunde hat oberste Priorität. Durch präventive Maßnahmen und schnelles Handeln im Ernstfall kannst du dazu beitragen, deine Vierbeiner vor den Gefahren durch Wölfe zu schützen. Bleibe wachsam und handle verantwortungsbewusst.

 

Einladung zum 32. Kreisjägertag am 09.03.2024

Kreisjagdverband Spree-Neiße Cottbus e.v.